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Update

Veröffentlicht von Terfoort Norwin (terfoortno) am 17.7.2018
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Hallo an alle daheim gebliebenen,

hier werden in den nächsten Tagen, wenn immer es uns möglich ist, kleine Berichte des Tages erscheinen. Sie werden von unseren Jugendlichen verfasst und etwas werden wir auch in den öffentlichen Bereich stellen. Weiterhin versuchen wir auch ein paar Fotos mit rüberzuschicken, damit auch alle sehen können, wie es uns so ergeht. Viel Spass!

 

6.7.2018

Jambo Leute,

es ist nun unser dritter Tag in Kenia und uns geht es super! Unsere letzten Nächte begannen immer sehr früh, da es um Punkt halb 7 dunkel wird. Nachdem wir unseren 13 stündigen Flug hinter uns hatten, waren wir sehr froh als wir unsere Zelte am Lake Naivasha beziehen konnten.  Mit uns haben Zebras, Hyänen, Giraffen, Gnu’s und Hippos den Weg gekreuzt, da sie mit uns in dem Park waren. Zum Teil gab es auch mutige Affen die uns unser Essen abnehmen wollten. Im Hells Gate Nationalpark haben wir einen 11 Meter Berg beklettert, der mitten auf dem Feld stand. Unter anderem waren wir in der Hells Gate Schlucht wandern, dort gab es sogar heiße Wasserfälle. Auch haben wir schon viele kenianische Freunde gefunden. Außerdem ist  das Essen sehr gut und exotisch. Heute Morgen haben wir in einer Nussschale eine Hippo-Tour auf dem Lake Naivasha gemacht, dort konnten wir Hippos in 3 Meter Entfernung begutachten.(zweit Gefährlichste Tier in Afrika ;) )Einige von uns hatten selten so viel Angst und Spaß gleichzeitig, ES IST SUPER! Danach haben wir uns auf den Weg zum Kippipiri (Berg) gemacht. Morgen werden wir dort wandern, um uns auf den Mount Kenya vorzubereiten.  Leider müssen wir dafür morgen um 5 Uhr aufstehen, deshalb gehen wir(Jana und Jannik) jetzt schlafen.(Uhrzeit: 19:06) Lala Salama!( Gute Nacht) 

 

Es ist drei Uhr morgens und die Meisten von uns sind wach. Es sind gefühlte minus 20 Grad und wir warten darauf, dass wir endlich aufstehen können.  Endlich ist es soweit und Carl weckt uns mit einem „Frühstücksdienst“.  Das Frühstück verläuft aufgrund von arktischen Temperaturen (5°C)und allgemeiner Müdigkeit sehr ruhig. Wir quetschen uns alle in den kleinen Bus, da der Große kaputt ist. Dadurch wird uns endlich etwas warm. Auf der Fahrt erzählt uns Andreas, dass sich vor der letzten Fahrt ein Ranger erschossen hat, da er sich auf sein Gewehr gesetzt hatte. Als wir am Fuß des Kipipiris (Suaheli für Schmetterling) ankamen, warteten wir erst mal eine gefühlte Ewigkeit auf die beiden Ranger, die uns bei der Wanderung begleiten sollten. Als sie dann endlich kamen, sind wir losgelaufen. Schon am Anfang teilte sich die Gruppe in die, die vorhechteten (wir wollen keine Namen nennen) und die, die hinterher trotteten. Die Umgebung erinnerte uns alle sehr an die Alpen und wir fühlten uns leicht veräppelt.  Oben angekommen (über 3.000m) genossen wir die wunderschöne Aussicht, nachdem wir beim Wandern die ganze Zeit auf den Boden schauen mussten. Nach einem kurzen Mittagessen, begannen wir mit dem Abstieg, welcher sich als anstrengender als der Aufstieg erwies. Wir liefen durch ein Bergdorf, indem die Leute von der Landwirtschaft lebten. Dort begegneten wir vielen kleinen Kindern, welche eine relativ ernste Mimik zum Ausdruck brachten. Uns kam eine Gruppe Männer entgegen, welche einen Billiardtisch den Berg hoch trug. Als wir dann endlich wieder bei unserer Unterkunft ankamen, waren wir alle komplett kaputt und froh, endlich entspannen zu können.  (Madita und Ella)

Sonntag (8.7)

Dank guter Tipps von Andreas( z.B. Zelte in der Halle aufzubauen) , konnten wir diese Nacht viel besser schlafen, als die Letzte. Für uns begann der Tag um 5 Uhr, um noch vor Sonnenaufgang das Frühstück vorzubereiten. Währenddessen packten alle anderen ihre Sachen und kamen danach um sich für die bevorstehende Busfahrt zu stärken. Danach wurde das ganze Geschirr gespült und der Anhänger beladen, damit wir rechtzeitig losfahren konnten. Um acht Uhr haben wir es endlich geschafft loszufahren und uns auf den Weg nach Sagana zu machen.

In Nairobi machten wir einen kurzen Halt, da John dort seine Gitarre geholt hat, um unseren wunderschönen Gesang am Lagerfeuer zu unterstützen.

Statt den angedrohten 6 Stunden Fahrt, waren wir doch nur 4 ½ Stunden unterwegs, in denen wir die Möglichkeit hatten, den verlorenen Schlaf der letzten Nächte nachzuholen. 

Nach einem guten Mittagessen bekamen wir eine kurze Einführung zu dem Camp. Im Gegensatz zu unseren letzten Unterkünften, ist dieses echter Luxus. Wir haben die Möglichkeit warm zu duschen, zu  waschen und sogar eigene Hütten, sodass wir nicht in Zelten schlafen müssen.

Nach ein wenig Freizeit, wurden wir über die bevorstehende Wanderung informiert, woraufhin wir unsere Sachen für den Mount Kenya packten. Es war gar nicht so einfach, zu entscheiden was man braucht oder eben nicht. Recht direkt danach gab es schon ein super-leckeres Abendessen. Jetzt lassen wir den Abend bei Spielen noch ausklingen und freuen uns schon auf das Abenteuer, das morgen beginnt. (Sina und Luzina)

 

Mittwoch, 11. Juli 2018

Am Montagmorgen haben wir die letzten Sachen gepackt, gefrühstückt und sind mit dem Bus und einem Landrover (Krankentransport)  zum Mount  Kenya gefahren. Auf dem Weg haben die meisten geschlafen, da wir sehr früh aufstehen mussten. Wir konnten leider nicht die vorgesehene Strecke auf den Berg hoch fahren, da der Weg matschig war und der Bus dort stecken blieb. Aus dem Grund mussten wir bis zum Lunch ungefähr eine halbe Stunde laufen. Dieses wurde von allen vorbereitet, die im Landrover saßen (Kenyanische Autobesetzung). Gestärkt liefen wir noch dreieinhalb Stunden bis zu unserem Camp, welches auf dreitausend Meter lag. Dort wurden bereits die Zelte aufgebaut, welche dann nur noch bezogen werden mussten. Im Camp gab es gesalzenes Popcorn, was alle freute. Nach einem leckeren Abendessen sind wir alle schnell in unseren Zelten verschwunden, da in unserem Camp nichts anderes als Nebel zu sehen war und unsere Zelte schön warm waren.

Am nächsten Morgen konnten wir einen wunderschönen Ausblick auf den Gipfel genießen. Leider ging es einigen aus der Gruppe nicht so gut, weswegen sechs von uns zusammen mit Andrea aus gesundheitlichen Gründen (leichte Erkältung/ Höhenproblemen) vorsorglich mit einem Matatu (Taxibus) wieder nach Sagana gebracht wurden. Alle anderen sind zur nächsten Etappe gestartet. In Sagana war es schon deutlich wärmer und zur Stärkung gab es Pizza. Alle nutzten den Rest des Tages um sich auszuruhen und zu schlafen.

Heute haben wir um neun Uhr gefrühstückt, was bedeutet das wir AUSSCHLAFEN durften. Bis zum Mittagessen hatten wir freie Zeit zur Verfügung. Danach durften wir unser teilweise (nicht) vorhandenes Talent im Bogenschießen unter Beweis stellen. Anschließend haben wir einen Spaziergang durch das nächste Dorf gemacht. Den restlichen Tag haben wir alle zusammen mit Karten spielen verbracht.  (Madita, Johanna, Charlotte)

 

Montag, 16. Juli 2018

Nachdem wir, wie schon vorher beschrieben, ein paar aus unserer Gruppe zurücklassen mussten, haben wir uns weiter in Richtung Gipfel bewegt. Nach einer weiteren eher kalten Nacht am Lake Ellis, konnten wir uns am nächsten Morgen einen wunderschönen Sonnenaufgang über dem See anschauen. Jetzt konnten wir ausgeruht zu unserem nächsten Camp auf ungefähr 4200 Höhenmetern loswandern. Dort schauten wir uns am Nachmittag noch eine beeindruckende Schlucht (The Temple) und wunderschöne, klare Sterne am Nachthimmel an. Mit steigenden Höhenmetern wurde es dann auch immer kälter (Kleiner Tipp: Lasst weder eure Schuhe, noch eure Flaschen nachts draußen stehen, weil sie sonst am nächsten Morgen gefroren sind).

Donnerstag war dann der große Tag für die noch übrig gebliebenen. Wir starteten unseren Gipfelsturm mit der aufgehenden Sonne im Rücken. Die erste Pause fand jedoch schon wenige Minuten nach dem Start statt, weil Lola in einen Bach getreten ist und somit ihr Schuh von innen mit einem Zip-Beutel ausgekleidet werden musste. Kurz vor dem letzten Stück, legten wir dann unsere Rucksäcke ab um mit leichtem Rücken den Gipfel zu erklimmen. Oben angekommen konnten wir leider nicht die normalerweise schöne Aussicht auf ca. 4985m genießen, da der Nebel gerade zuzog (Als wir unten waren war er natürlich wieder weg!). Nach mehreren Gruppen- und Einzelfotos, achteten wir auf dem Rückweg besonders darauf, nicht auf den rutschigen Schnee zu treten und in eine 200 Meter tiefe Schlucht zu fallen, oder auf dem losen Geröll hinzufallen (Leider schafften das nicht alle von uns – also das mit der Schlucht ;)). Nach dem Mittagessen zogen wir wieder unsere sich mittlerweile ziemlich schwer anfühlenden Rucksäcke auf und gingen über Stock und Stein steil bergab gen Camp. Manche haben den Abstieg und die extreme Höhe besser gemeistert, Andere sind den Berg mehr auf dem Popo, als auf den Füßen heruntergekommen.  Im Camp angekommen erwartete uns die letzte (das wussten wir zu dem Zeitpunkt aber noch nicht) Nacht in eisiger Kälte.

Am Freitag den 13. sind wir, ungewiss, ob wir vom Berg früher abgeholt werden, oder nicht, immer weiter heruntergestapft, bis wir dann endlich die frohe Botschaft bekamen, dass wir heute Abend endlich den Berg los sind. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankschön an Andreas und die Leute von Savage Wilderness, ohne deren logistische Meisterleistung wir definitiv noch eine Nacht hätten frieren müssen.

Dass man zu zehnt in einen Jeep passt und ein paar Kinder plus ungefähr 20 Träger in einem Anhänger mitfahren können, hätten wir bis zu dem Zeitpunkt auch noch nicht gedacht. Aber in Kenia sind ja Verkehrsregeln, wie wir jetzt wissen, eher Vorschläge, als Vorschriften. Abends wurden wir dann von Pfauen in Timau empfangen und konnten uns endlich die erste Dusche seit Tagen gönnen.

Lala Salama und bis bald!

Tim und Johannes

 

Dienstag, 17. Juli 2018

Nach einer 4 stündigen Fahrt von Timau nach Ol pejeta kamen wir in dem Reservat an. Für die Schüler, die dort auch zu Besuch waren, waren wir bereits eine große Attraktion. Doch für uns begann das Abenteuer nach ca. 15 min Fahrt, als ein Elefant 5 Meter neben der Straße stand. Die Begeisterung  war riesig. Kurz darauf kamen wir in unserem Camp an auf einer kleinen Anhöhe, direkt an einer Wasserstelle. Wir hatten das große Glück eine kleine Herde Elefanten (ca.20 Tiere) zu beobachten, wie sie trinken, sich im Sand wälzen und mit dem Rüssel bewerfen. Wir starteten mit einer Abendsafari und machten noch 3 weitere jeweils zu den Morgenden und dem letzten Abend. Außerdem haben wir Andreas seine Frau Arlene kennen gelernt, sowie Ilanas kleinen Bruder Arno.  Da Arlene unbedingt das Finale schauen wollte, waren wir leider dazu gezwungen mit zuschauen. (zwinker) Wir haben Nashörner, Giraffen, Löwen, Hyänen, Massen Gazellen, Zebras, Büffel, sowie einen wilden Hund und zwei Geparde gesehen. Vor dem Finale sind wir zu einem blinden und zahmen Nashorn gefahren, welches wir füttern und auch streicheln konnten. Durch den schönen Sternenhimmel haben viele ohne das Überzelt geschlafen, um die Sterne zu beobachten. Was bei uns nachts durch das Camp gelaufen ist wissen wir nicht und das ist bestimmt auch gut so, um eine ruhige Nacht zu haben.

Da es wahrscheinlich mein letzter Bericht ist, sieht man sich in Deutschland wieder.

Bis bald  Jannik

Zuletzt geändert am: 17.7.2018 um 19:05

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